
Balancierscheiben
Alle Organe erfüllen eine Doppelfunktion. Das Gehör ist auch ein Organ der Anpassung und
der Balance, das beim Spiel mit der Erdanziehungskraft und beim Aufrichten im Raum von Bedeutung ist.
In der Entwicklung des Embryos dient das Ohr zum Ausgleich von Körperprozessen im Verhältnis der Mutter zum ungeborenen Kind.
Diese Ausgleichsfunktion erweitert das Ohr nach der Geburt als Balance-Organ.
Dass dieses durch Bewegungsmangel bei vielen schon weit zurückgebildet ist, erlebt, wer
auf der Balancescheibe die Augen verschließt und dabei die Balance verliert.
Man muss sich mit den Augen festhalten.
Auf Balancehölzern das Gleichgewicht zu halten, ist somit ein für das Organ förderliches
Spiel und gleichzeitig eine Erholung für den ganzen Körper.
Ausgleich und Gleichgewicht mit sich selbst, mit anderen und mit der Umwelt wird hier gefördert.

Dendrophon
Hölzer können wunderbar klingen:
Im Dendrophon sind, wie in einem übergroßen Xylophon einheimische Holzarten (z. B. Lärche, Kirsche, Esche und andere) so angeordnet, dass die feinen Unterschiede ihrer Klangeigenschaften und -farben hörbar sind.
Ändert man die Länge der Klangkörper, so ergeben sich unterschiedliche Töne, die auf diese Weise abgestimmt und durch Resonatoren verstärkt werden.
Über die Art des Anschlagens - mit einem Schlegel oder mit der Hand - entstehen warme Klänge, die zu
Melodien und Rhythmen werden können. Mehrere Personen können gleichzeitig an dem Gerät spielen und durch Hinhören gemeinsam musizieren.
Beteiligt sind daran dann auch die Zuhörer.
A und B sitzen Auge in Auge auf ihrem Brett. Die Füße berühren den Boden nicht. Sie halten die Schaukel ruhig.
A bringt die Schaukel in Schwung. B verhält sich passiv. Nach Erreichen seines höchsten Punktes stellt A das Schaukeln ein. Er verhält sich von nun ab passiv.
B gerät, obwohl passiv, durch den abklingenden Schwung von A, ganz ohne eigenes Zutun in Schwung. A dagegen kommt momentweise zum Stillstand.
Nun erlahmt auch bis fast zum Stillstand die Schwingung von B. Gleichzeitig aber gerät A, obwohl passiv, wieder in Schwung.

Dreizeitenpendel
Weit über den Köpfen der Betrachter sind an einer gemeinsamen Achse drei Pendel mit Kugelgewichten aufgehängt. Die Achse kann nach dem Prinzip eines Glockenstuhls durch einen Seilzug beliebig schnell in Bewegung versetzt werden. Durch behutsames Ausprobieren findet man den richtigen Rhythmus des Ziehens und damit die Drehgeschwindigkeit der Achse, die
eine Kugel nach der anderen in Schwingung bringt.
Die Länge der Pendelarme bestimmt das Schwingungsverhältnis und ist so bemessen, dass sich ein harmonisches, ganzzahliges Schwingungsverhältnis ergibt.
Ähnlich wie sich beim Tönen von drei verschiedenen Glocken immer wieder ein Zusammenklang ergibt, so kommen auch die
Kugeln immer wieder für einen kurzen Moment auf einer Schwingungsebene zu liegen.
Dieser Moment bewirkt ein inneres Aufhorchen des Betrachters.
Die hier über das Sehen eintretende Wirkung kann mit dem musikalischen Hörerlebnis verglichen werden.
Erfahrungen im Spiel:
Mit dem musikalischen Hörerlebnis vergleichbare Wirkung, die hier über das Sehen der harmonikalen Schwingung eintritt.

Duftgraben
Die bewusste Aktivierung des Geruchssinnes wird durch die Düfte der Pflanzen im "Duftgraben" gefördert.

Impulskugelreihe
Wo kein Rhythmus erfahren wird, entsteht Müdigkeit und Langeweile. Das Impulskugel-Gerät lässt Rhythmus und Kraft sichtbar werden.
Es fasziniert einerseits durch eine geheimnisvoll anmutende Übertragung von Stoßimpulsen, andererseits durch die Präzision, in der die Gesetzmäßigkeit dieser Naturerscheinung auftritt.
Eine Kugel, die an Fäden hängt, schwingt in ein und derselben Ebene.
Sie berührt eine Nachbarkugel. Mit dieser und einigen weiteren in der gleichen Weise aufgehängten Stahlkugeln bildet sie eine Reihe.
Man lenke die erste Kugel vorsichtig aus und lasse sie zurückschwingen. Sie stößt ihre Nachbarin an. Diese gibt den Anstoß (Impuls) weiter an ihren Nachbarn auf der dem Anstoß gegenüberliegenden Seite. Der Impuls eilt durch alle Kugeln hindurch, ohne dass diese dadurch bewegt werden, bis zur letzten, die keine Nachbarkugel mehr vor sich hat. Diese fliegt fast so hoch, wie die erste Kugel ausgelenkt war. Sie fällt zurück und stößt ihre Nachbarin an. Damit wiederholt sich der Vorgang in umgekehrter Richtung, bis die Energie aufgezehrt und in Wärme umgesetzt ist.

Klingende Steine
Durch Anschlagen der schweren Klangstäbe aus massivem Granitgestein mit dem Gummihammer ergeben sich verschiedene Töne. Die Tonhöhe ist abhängig vom Querschnitt des Steins und davon, ob er oben oder an der Seite angeschlagen wird.
Durch Experimentieren lässt sich herausfinden, welche Tonintervalle sich ergeben, je nachdem, in welchem Verhältnis die Höhe zur Breite des Steins steht.

Parabolspiegel
(Foto wird noch eingestellt)
Schall lässt sich wie Licht oder Wärme fokussieren. Was im Brennpunkt des Spiegels in normaler Lautstärke hineingesprochen wird, kann im gegenüberliegenden 30-40 m entfernten Spiegel und auch an jedem beliebigen Punkt der Schallachse wahrgenommen werden. Schallwellen lassen sich wie Licht- oder Wärmestrahlen bündeln. Am Parabolspiegel können Erfahrungen von physikalischen Phänomenen gemacht werden.

Partnerschaukel
Dieses unterhaltsame Schaukelspiel lässt sich ungewöhnlich lenken.
Aktives Miteinander erleben:
Hier haben große und kleine Menschen durch das interaktive Spiel einfach Freude, sich auf andere einzustellen. Als Körper unterliegt der Mensch den physikalischen Massengesetzen. In der Schaukelbewegung kommen verschiedene, unsichtbar wirkende Kräfte zu einem harmonischen Ausgleich.
In diesem Zustand fühlt man sich körperlich wohl.
Das Schaukelerlebnis, das harmonische Auf und Ab auf der überhohen Schaukel mit langen Schaukelwegen wird noch dadurch verstärkt, dass zwei Schaukeln miteinander verbunden sind.
Der Schwung der einen Schaukel überträgt sich auf die zweite, ruhende Schaukel.
Danach wiederholt sich der Vorgang umgekehrt. Im Wechselrhythmus überträgt sich der lang anhaltende Schaukelimpuls von einer Schaukel auf die andere.
Der Partner, dem der Schwung zuteil wird, spürt auf ungewöhnliche Weise, wie seine Bewegung
sich auf den anderen zurück überträgt.
A und B sitzen Auge in Auge auf ihrem Brett. Die Füße berühren den Boden nicht. Sie halten die Schaukel ruhig.
A bringt die Schaukel in Schwung. B verhält sich passiv. Nach Erreichen seines höchsten Punktes stellt A das Schaukeln ein. Er verhält sich von nun ab passiv.
B gerät, obwohl passiv, durch den abklingenden Schwung von A, ganz ohne eigenes Zutun in Schwung. A dagegen kommt momentweise zum Stillstand.
Nun erlahmt auch bis fast zum Stillstand die Schwingung von B. Gleichzeitig aber gerät A, obwohl passiv, wieder in Schwung.

Pirouette
Ein quirlig, lebhaftes Spiel in Bewegung um die eigene Mitte. Die unmittelbaren Wirkungen von Rotationsachsen erleben: Durch Ausstrecken der Arme in der Drehung werden Zentrifugal- und Zentripetalkräfte wirksam.
Durch die Drehbewegung erlebt man den Bewegungsraum als einen Raum unsichtbar wirkender Kräfte am eigenen Leibe. Mit unserem Körper unterliegen wir dem Gesetz der Erdanziehungskraft und richten uns mit deren Hilfe in der senkrechten Raumachse auf. Dabei wird die Bedeutung der aufrechten Haltung erlebbar. Wer sich hängen lässt, wird sich nur langsam um die eigene Achse drehen.
Spiralformationen gehören zu den Urformen, welche die
Entwicklungsbewegungen des werdenden Lebens ausführen. Sie werden körperlich erlebbar. Auch das Vermeiden von Schwindelgefühlen lässt sich auf dieser Rotationsscheibe erlernen. Entweder fixiert man in der Umgebung einen bestimmten Punkt an (z. B. einen Baum) und blickt bei jeder Drehung einmal kurz darauf. Oder man richtet seine ganze Aufmerksamkeit seiner Umwelt zu, bleibt mit ihr ständig "im Bilde" und behält so seine Orientierung nach außen.

RotierendeScheibe
Erfahrungen im Spiel:
Es geht um die Grundprinzipien von Wahrnehmungen am Beispiel des Sehvorganges, die auch gemeinsam von mehreren Menschen unterschiedlichen Alters erfahren werden können. Also keine optischen Täuschungen, denn "das Auge lässt sich nicht täuschen" (Hugo Kükelhaus).
Betrachte die Scheibe zunächst in Ruhe.
Versetze die Scheibe dann in langsame Drehung und verfolge aus einem Abstand von einigen Metern das Schauspiel der sich „verfärbenden" Scheibe.
Das anfängliche Farbgemisch steigert sich von einem kräftigen Orange bis hin zu einem Feuerrot.
Danach kühlt sich das Farbenspiel zum Blau hin ab und endet in Grün.

Steinpendel
Unser Raum- und Zeitgefühl ist geprägt durch unsere eigene Körpermasse und deren Bewegungsgeschwindigkeit. Schwingt man sitzend auf dem Gesteinsblock, so ist die Eigenbewegung auf ungewohnte Weise verlangsamt. Ein Hauch von Schwerelosigkeit wird spürbar.
Will man die große Masse des Felsblocks in Bewegung versetzen, so bieten sich zwei Möglichkeiten. Eine besteht darin, für kurze Zeit extreme Kraft aufzuwenden. Ungewohnt und erstaunlich jedoch ist die Tatsache, dass - mit etwas Ausdauer - es auch möglich ist, den Stein mit geringster Kraft zum Schwingen zu bringen - nur mit der Spitze des kleinen Fingers und im Rhythmus der Pendelschwingung des Steins.
Der Anblick des Steinpendels erweckt Ehrfurcht. Er führt zu einem unwillkürlichen
Mitvollzug, bei dem die Beobachtung der Schwingung sich auswirkt als Schwingungszustand des Beobachters. Leben ist Schwingung.

Summstein
Ein seltenes Spiel, das wirkungsvoll und nachhaltig ganz körperlich im Gedächtnis bleiben wird.
Die eigene Stimme als faszinierendes Hör- und Fühlerlebnis: Wer den Kopf in die Aushöhlung
dieses riesigen, tonnenschwere Findlings steckt und in unterschiedlichen Stimmlagen summt,
taucht für sich allein in eine geschlossene Welt ein. Man findet "seinen" Ton und der ganze Körper
wird von Kopf bis Fuß in wohltuende harmonische Schwingungen versetzt.
Die innere Massage wurde in verschiedenen alten Kulturen für die Erhaltung der Gesundheit
und zur Heilung benutzt.

Wasserprisma
Ein farbiges, systematisches Sehspiel, das Wissbegierde und Experimentierfreude weckt. Wenn man bei Tageslicht durch das Prisma schaut, so erblickt man die schönsten Farben:
Gelb, Rot, Grün, Blau, Violett und Purpur.
Kleinere dunkle Gegenstände in der Umgebung erscheinen ganz und gar farbig, Linien gebogen und an den Grenzlinien zwischen beleuchteten und beschatteten Flächen entstehen
farbige Säume.
Weil der Lichtdurchgang durch das Prisma nicht geradlinig ist, kann man durch Drehen des Prismas das Bild der dunklen Fläche über das der hellen Fläche überlagern. Das Helle des Lichts und das Dunkle der Finsternis erweisen sich dabei als die Quellpunkte aller Farberscheinungen. Hinter diesen Erscheinungen liegt die unendliche Kette von Ursachen und Bedingungen des Lichts.
Wie der Blick durch das Prisma auf den Menschen wirkt, ist Sache der wahrnehmenden Person. Es geht hier um das Verhältnis des Menschen zu Farben.

Wasserstrudel
Wer die Handkurbel an dieser Spielstation dreht, erlebt zwei Kräfte, die sich in einem "Je-desto-Verhältnis" austauschen und sieht das formende Prinzip einer Strudelbewegung. Das Rührwerk, in dem mit Wasser halb gefüllten Zylinder erzeugt bei zunehmender Beschleunigung einen gut beobachtbaren Wasserstrudel. Während sich ein Sogtrichter nach unten bildet, steigt gegenläufig das Wasser als Gegenstrudel im Zylinder empor.
Die Schraubung von oben nach unten wirkt saugend, die von unten nach oben treibend. Die Wassermengen, die sich zum Trichter formieren, rotieren in spiraliger Bewegungsform in zwei Richtungen, erzeugen ihre eigene Gegenbewegung.